Der Neue und der Alte

Die neue Truppe von Internationalen, die ich seit nun gut dreieinhalb Wochen kenne, sind so unfassbar anders als die vom letzten Semester. Von den “alten Hasen” sind noch 8 oder so da, wenn man mich mit einrechnet, und die anderen, was, gefühlten 70 Leute sind weg. Wurden aber allesamt durch neue ersetzt.

Der größte Wandel ist meinem Gefühl nach, dass die Franzosen und die Deutschen (bis auf jeweils einen, im letzteren Fall mich) weg sind und primär (mit jeweils einer Ausnahme) durch Skandinavier ersetzt wurden. Nach wie vor ist kein einziger Italiener dabei (was ich irgendwie komisch finde). Außerdem sind einige Chinesen durch Europäer ersetzt worden, und es sind mehr Osteuropäer dabei, die alle Australier verdrängt haben, wie es scheint.

Angeblich gibt es irgendwo drei, vier Polen, die ich aber noch nicht gesehen habe. Die Skandinavier kenne ich alle, unseren Quoten-Kanadier kenne ich auch, die eine Landsdame (von der Berfusakademie Mannheim und Ursprünglich aus Erlangen, falls es jemanden interessiert) und ihre mexikanische Mitbewohnerin habe ich kennen gelernt und einen Südkoreaner haben wir auch.

Insgesamt hänge ich mit einer völlig anderen Truppe herum als letztes Semester. Grund dafür ist vermutlich der Abschied von Brad, meinem vorherigen Mitbewohner aus Australien. Brad hatte einen Freundeskreis aus primär amerikanischen, australischen und britischen Studenten, und ich bin da fast immer mitgegangen, denn Brad war super.

Morten, sein Nachfolger, ist Norweger, schonmal gar nicht so aufs Feiern eingestellt und insgesamt eher ruhig. Täglich verbringt er nach eigener Aussage zwischen 4 und 8 Stunden mit seiner Freundin via Skype. Er ist ein netter Kerl, aber einfach nicht so offen wie Brad. Folgerichtig sind die paar Leute, die aus dem Freundeskreis vom letzten Semester noch da sind, aufgrund der fehlenden Verknüpfung durch Brad nicht mehr so interessant, irgendwie. Macht aber nichts – Spaß hab ich natürlich trotzdem.

Brad fehlt mir allerdings dennoch. Klar hat er manchmal genervt, er war manchmal etwas pubertär – und wenn ich weiter drüber nachdenke, fallen bestimmt noch viele Dinge ein, die ich störend fand, aber dennoch fehlt er mir.

Am vergangenen Montag ist Brad einfach in meiner Wohnung aufgetaucht. Erst dachte ich, ich sei am Halluzinieren, aber er war echt da. Hat nichts angekündigt und ist einfach spontan auf seinen Reisen durch Zentral- und Nordamerika nochmal nach Knoxville zurückgekehrt. Er war bis Mittwochmorgen hier, und es war echt toll, einfach über “alte Zeiten” zu sprechen, Spaß zu haben, zu quatschen.

Insgesamt glaube ich, dass der alte Zimmergenosse besser war, als der neue es ist (wobei sich da ja noch unfassbare Abgründe auftun könnten!), aber dieses Semester gefällt mir der Freundeskreis irgendwie besser. Ich bin gespannt, was ich nach dem Semester darüber denke. Und, am allermeisten interessant: Mal sehen, mit wem man dann weiterhin in Kontakt steht und mit wem nicht. Das ist ja immer so ne Sache.

Der Trainer

Tennessee ist Football-Land, wenn ihr euch an den Eintrag vom letzten Semester erinnert. Viele sind viel besser informiert und stärker in das ganze investiert, hier also ein Bisschen Hintergrundinformation.

Letzten Winter, irgendwann im Dezember oder Januar oder so, feuerte meine Uni ihren Football-Trainer. Philipp Fulmer (nach dem hier eine Straße benannt ist!), der hier über 20 Jahre Trainer war, hatte die letzten paar Jahre nur noch mittelmäßige Resultate erzielt und wurde somit entlassen. Sein Nachfolger wurde ein Mann namens Lane Kiffin.

Ich fand den Namen direkt amüsant, aber er wirkte wie einer, der weiß, wovon er redet und der ein Footballteam trainieren kann. Ich hatte keine Ahnung von den Skandalen, die er mitgebracht hatte.

Er hatte andere Trainer des Regelbruches bei der Rekrutierung von High School-Footballspielern beschuldigt, obwohl er diese Regeln selbst verletzt hatte (er setzte wohl illegale “Hostessen” ein, um die Spieler zu ködern, was direkt Prostitutionsvorwürfe nach sich zog) und war generell ein ziemlich großmäuliger Mensch. Aber das macht man ja im Football so. Aggressiv sein, große Töne spucken, lauter sein als die anderen.

Dann spielte Lane Kiffins Team eine grauenvolle Saison. Wir haben gegen kein einziges gutes Team gewonnen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, und das Abschlussspiel (ein so genanntes “Bowl Game”) verloren wir ebenfalls. Dann kam der Knüller. Lane Kiffin, der den Footballsport hier wieder auf die richtige Spur bringen sollte, warf nach nur einer Saison die Flinte ins Korn.

Wurscht, oder? Trainer werden doch ständig ausgetauscht? Nee, nicht wurscht. Lane Kiffin ist nun ein Hassobjekt. Studenten gingen auf die Straße, zündeten Matratzen an und sprachen tagelang über nichts anderes.

Ich fand das eher nervig. Ich bin auch nicht mit auf die Straße gegangen. Warum auch? Mir ist Football dafür einfach nicht wichtig genug. Aber das ganze bekräftigt nochmals, welchen Stellenwert der Sport hier hat, und denkt daran: Das sind nichtmal Profis, um die es hier geht.

Das Stundenplan-Update

Ich war mir so sicher! So sicher! dass mein Stundenplan feststand. Dann habe ich den letzten Syllabus (Kursplan mit Leistungserwartungen) bekommen, und “Magazine and Feature Writing” hätte mir vermutlich logistisch das Genick gebrochen.

Die Menge an Interviews, die ich hätte führen müssen, und die Anzahl an langen, langen Beiträgen, die ich hätte verfassen müssen, wäre immens gewesen. So immens, dass – gekoppelt mit der Uhrzeit von 9.05 am Morgen – ich mir überlegt habe, ob das echt sein muss.

Mit vier Kursen (12 Semesterwochenstunden) ist man hier ein Vollzeitstudent. Mehr als 19 Stunden sind überhaupt nicht erlaubt, und von 15 wird einem sogar abgeraten. Zwei schreibintensive Kurse, so sagte mir Annika, würden sehr viel Zeit kosten.

Also hab ich ihn rausgeschmissen. Ja, ich weiß, das ist irgendwie eine Tendenz von mir. Dinge anfangen und nicht zu Ende bringen. Blöd, ich weiß. Nützt aber nix. Ist getan. Mach ich auch nicht wieder rückgängig.

“Magazine and Feature Writing” war einer der Kurse, wo der Dozent nur vorne sitzt und labert. Einer der Dozenten mit einer dröhnigen Stimme, die einem nur die Konzentration rauben kann. Warum mich foltern? Die anderen Kurse bekomme ich garantiert anerkannt, und das sind immerhin vier Stück.

Ich rechtfertige mich, merkt ihr das? Das liegt daran, dass ich doch ein wenig das Gefühl habe, wieder den Schlendrian einsetzen zu lassen. Aber hey, ich bin nicht nur zum arbeiten hier (wieder gerechtfertigt!).

In jedem Fall steht mir jetzt ein wenig mehr Freizeit zur Verfügung. Das ist auch ganz gut so, denn auch mit vier Kursen habe ich alle Hände voll zu tun. Diese Kurse sind, wie auch letztes Semester, alle sehr leseintensiv, werden (bis auf einen) allesamt eine Hausarbeit fordern und alle (bis auf einen) eine große Abschlussklausur nach sich ziehen. Reicht also.

Ich habe die Woche über nicht gebloggt, weil die Woche über meine Bücher angekommen sind, die ich für meine Kurse brauche. Das gute daran ist, ich kann endlich die Bücher lesen (von denen einige sogar sehr gut sind – ja, Fachbücher!). Das schlechte daran ist, dass ich für vier Kurse Lesearbeit nachholen muss, zuzüglich zu den anderen Aufgaben, die wir für die Kurse so haben. Darum also fast eine Woche lang Funkstille. Aber ich hoffe, es war allen klar, dass ich nicht täglich bloggen würde. So viel will vermutlich auch kein Mensch von mir lesen ;)

Auf Ein Neues: Das Zweite Semester

Da ich nun schon eine Woche wieder in Texas bin, wird es mal Zeit für einen Blogeintrag. Mein zweites Semester hier hat bereits angefangen und ich muss mich nach den drei Wochen Ferien erst mal wieder dran gewöhnen jeden Tag brav meine Hausaufgaben zu machen und meine Essays zu schreiben. Mit meiner Kurswahl dieses Semester bin ich sehr zufrieden, denn sie sind thematisch interessant und die Profs sind bisher auch sehr nett. Hier eine Liste meiner Kurse:

1. Advanced Journalism: Dieser Kurs ist der zweite Teil eines Kurses den ich letztes Semester belegt habe und er wird für mich auf jeden Fall eine große Herausforderung sein. Während des Semesters muss jeder Student ( politisch korrekt: Studierende) seine eigene Homepage erstellen und darauf Nachrichten (in Wort, Bild und Video) aus der Region veröffentlichen. Da ich keine Ahnung davon habe wie man eine Homepage macht, hoffe ich sehr, dass mir das irgendwie gelingt, und dass nicht vorausgesetzt wird, dass man schon ein Computerexperte ist. Jedenfalls dachte ich mir, ein paar Computerkenntisse können in der Zukunft ja nicht schaden und deshalb nehme ich diese Herausforderung einfach mal an.

2. Media Law: Hier lerne ich hauptsächlich was über Copyright, Trademarks, The First Amendment, Patente, Wettbewerb bla bla bla… eben alles was ein Journalist über das Gesetz wissen sollte. Bezieht sich natürlich alles auf Amerika, das heißt wenn ich das jemals anwenden will muss ich auswandern. Oder in Deutschland noch mal alles neu lernen. Aber interessant ist es auf jeden Fall.

3. Advertising and Promotional Strategies: Der erste Kurs in meiner gesamten Unikarriere, der sich so anhört als ob man mit dem Gelernten später mal was verdienen könnte. Da es in Trier sowas nicht gibt dachte ich mir, ich nutze das Angebot hier aus und lerne mal was Sinnvolles. Im Laufe des Semesters werden wir eine Werbekampagne für ein Theater hier in der Region entwickeln. Wenn ich merke, dass mir das liegt, wird es ja vielleicht wirklich was mit meinem Vorhaben mal die Werbechefin von Coca-Cola zu werden :)

4. Documentary Photography: Hier lerne ich, wie man fotografiert. Und zwar professionell. Der Kurs ist auf Fotojournalismus ausgelegt, das heißt es geht weniger drum ein Kunstwerk zu erschaffen, als darum,  gute Bilder für die Zeitung oder eine Zeitschrift zu produzieren.

5. Media and Popular Culture: Wie der Titel schon sagt, hier gehts um Pop Kultur und die Medien. Wo genau der Kurs mich hinführt kann ich nicht sagen, aber es hat schon sehr interessant angefangen, mit dem Thema Gewalt in den Medien. Meine erste Hausaufgabe bestand darin, vier gewalttätige Videospiele zu spielen und danach in einem Internetforum darüber zu diskutieren, wie man sich dabei gefühlt hat. Ich als militante Nicht-Spielerin habe nun also zum ersten Mal am Bildschirm Zombies geschlachtet. Wird glaub ich aber nicht meine neue Lieblingsbeschäftgung.

Das sind also meine Kurse für das nächste Semester. Ich glaube es wird sehr arbeitsintensiv, aber wenn die Kurse Spaß machen, macht das ja nichts.

Nun aber mal zu unserem Urlaub, der für meinen Geschmack schon wieder viel zu lange her ist und außerdem viel zu kurz gedauert hat. Wie die meisten Leser ja sicher wissen, war ich über Weihnachten und Silvester mit Tom, Kathi und Lukas in New York, wo wir ein kleines aber feines Apartment gemietet hatten. Der Urlaub war toll und wir haben unheimlich viel gesehen (ich werde jetzt aber nicht alles im Detail aufzählen – die typischen New York Touri-Dinge eben). Es war unglaublich kalt, sodass wir uns täglich auf unseren Sightseeing-Touren in den nächsten Starbucks retten mussten um nicht zu erfrieren aber ich glaube wir haben trotzdem alles  gesehen, was wir sehen wollten und viel Spaß gehabt.

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Natürlich haben wir auch den großen Weihnachtsbaum angeschaut, den man aus den Filmen kennt.  Leider sah er in natura nicht sooo beeindruckend aus, zumindest waren Kathi und ich nicht wirklich überzeugt (stimmt’s Kathi?). Es kann auch einfach daran gelegen haben, dass der Platz total mit Menschen vorgestopft war, die rumgeschrien und fotografiert haben, und da kommt eben einfach nicht so die Weihnachtsstimmung auf. Times Square – auf dem Bild direkt daneben- war dafür genaus so, wie ich es mir vorgestellt habe: Bunt, laut und voller Menschen und Werbung. Der Weihnachtsmann – im Bild ganz rechts – hat uns zum Glück auch in New York gefunden.

Meiner Meinung nach eines der Highlights unseres New York Aufenthaltes war der Besuch bei Madame Tussauds, wo wir alle viel Spaß dabei hatten mit den Wachs-Berühmtheiten Fotos zu machen.

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Die meiste Zeit (von unserem Apartment abgesehen) haben wir allerdings in öffentlichen Verkehrsmitteln verbracht, denn auch wenn New York gut vernetzt ist, dauert es ziemlich lange um vom einen Ende zum anderen zu kommen. Es war trotzdem so ein tolles Gefühl nach den Monaten in der Pampa mal wieder eine U-Bahn und andere Menschen zu sehen. Zivilisation ist schon was Tolles.

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Am 4. Januar war es schließlich für Lukas und Kathi Zeit den Heimweg anzutreten. Mit gefühlten 37 Koffern haben sich die beiden also auf den Weg nach Washington gemacht um von dort aus nach Wien zu fliegen. Tom und ich haben dann noch eine Woche in Pennsylvania verbracht und waren einen Tag Skifahren/Snowboarden und dann gings für mich auch schon wieder zurück nach Texas. Hier wurde ich direkt von diesem tollen,  leider verspäteten und etwas misshandelten Weihnachtsgeschenk von der lieben C begrüßt.

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Ob das wohl die Deutsche oder die Amerikanische Post zu verschulden hat? Egal – der Inhalt war köstlich. Im übrigen will ich mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die mir zu Weihnachten was geschickt haben. Wir ihr auf dem rechten Bild sehen könnt, war mein Schreibtisch vor Weihnachten gefüllt mit allerlei tollen und leckeren Sachen: Lebkuchen von meinem Bruderherz, einem Adventskalender von Toms Mama, und einem Mini-Adventskalender und Mini-Adventskranz von Emmpunkt Frohsinn.

Jetzt freue ich mich aber erstmal auf den Frühling. Der soll ja hier schon im Februar anfangen.

Machts gut!

Der Stundenplan

Nachdem ich am Mittwoch noch einen Kurs hatte – “International Communication” – in dem ich schon sicher eingeschrieben war, habe ich gestern und heute darum gefochten, in andere Kurse reinzukommen. Der erste davon wurde im letzten Beitrag bereits erwähnt: Readership and Audience Analysis. Dort war ich nun erfolgreich. Da ich nicht an der Universität Tennessee meinen Abschluss machen werde, ist egal, dass ich den Vorgängerkurs nicht besucht habe. Ich bin also drin. Auch bin ich nun zu 100% in “Magazine and Feature Writing” drin.

Der zweite Kurs war “Media and Diversity”, ein Kurs, in dem es um Minderheitendarstellung in den Medien geht. Da waren über 60 Leute auf der Warteliste, und nur ganz, ganz wenige von der Warteliste sind überhaupt reingekommen. Ich wurde mit dem Großteil der anderen Leute rausgeworfen, weil ich nicht eingeschrieben war. Thema also leider beendet.

Der dritte Kurs war “Writing the Screenplay”. Es steht noch nicht ganz 100%ig fest, ob ich da reinkomme, aber die Chancen stehen recht gut, glaube ich. Das sollte ein sehr, sehr interessanter Kurs werden. Mehr zu den Kursdetails später im Semester.

Der letzte Kurs, den ich versucht habe, war “Sports Writing”. Maßlos überfüllt für einen Schreibkurs. Alle eingeschriebenen Studenten sind aufgetaucht, und von der Warteliste (bei der ich auf Platz 4 stand, oder vielleicht Platz 5) ist nicht ein einziger reingekommen. Schade, aber das macht nichts.

Arbeiten wir also mit dem, was wir haben, so sieht mein neuer Stundenplan aus wie folgt:

Montag

11:15-12:05: Readership and Audience Analysis

Dienstag

9:40-10:55: Broadcast and Cable Programming

14:10-15:25: Writing the Screenplay

Mittwoch

9:05-11:00: Magazine and Feature Writing

11:15-12:05: Readership and Audience Analysis

15:35-17:30: International Communication

Donnerstag

9:40-10:55: Broadcast and Cable Programming

14:10-15:25: Writing the Screenplay

Freitag

9:05-11:00: Magazine and Feature Writing

11:15-12:05: Readership and Audience Analysis

Kurz und bündig heißt das: Ich muss zwei Tage die Woche etwas früh aufstehen, aber ansonsten bin ich sehr gut bedient. Ich bin nie spät in der Uni und alle meine Kurse klingen sehr interessant. Zwei Kurse werden definitiv von etwas dröhnig sprechenden Laberbacken geleitet, aber das sollte den Kurs nicht zu Grunde richten. Ein Kurs hat eine winzige Größe, die anderen sind normal groß. Ein Kurs wird vermutlich sehr abgefahren, aber ich bin gespannt auf alle!

Die Jagd, die Trophäe (?), und der Schuss in die Leere (?)

Ich bin heute morgen (8 Uhr, also echt früh!) aufgewacht, hab mich angezogen, die Löcher in der Wand angestarrt (sind etwas kleiner als meine Faust, da kommen wohl Rohre durch – Moment, welche Löcher? Ich wurde doch aus meiner Wohnung rausgeworfen. Ihr erinnert euch vielleicht? War übrigens nur für ein paar Stunden.) und bin dann zur Tat geschritten. Es ist wunderschön draußen, wenn auch etwas kalt.

The Pedestrian Walkway

The Pedestrian Walkway

Wie im letzten Beitrag erwähnt bin ich in genau zwei Kurse tatsächlich eingeschrieben. Heute habe ich also versucht, zu zwei Kursen aufzutauchen und reinzukommen. Kurs 1 war “Magazine and Feature Writing”. Leider sind fast alle angemeldeten Studis aufgetaucht, dafür aber nur wenige von der Warteliste. Meine Chance, in den Kurs reinzukommen, ist also ziemlich gut. Genaueres am Freitag, da ist die zweite Sitzung. Bonus für den Kurs? Ich muss kein Buch kaufen. Malus für den Kurs? Viel Schreibarbeit. Aber ich schreibe ja gern! Das ist also die Trophäe – mit Fragezeichen, weil noch nicht 100%ig sicher ist, dass ich in den Kurs auch reinkomme.

Der zweite Kurs war “Readership and Ratings Analysis”, ein Kurs, den ich wirklich sehr gerne belegen möchte. Leider war auch der Kurs extrem voll, und noch schlimmer, die Dozentin sagte auf meine persönliche Nachfrage hin, dass alle diejenigen, die einen Vorgängerkurs nicht erfolgreich besucht haben (auch Austauschstudenten), in dem Kurs nichts zu suchen haben. Ich wurde also effektiv gebeten, zu gehen. Ich hab der Dozentin allerdings eine E-Mail geschrieben, in der ich ihr sagte, dass ich die Kursinhalte des Vorgängerkurses in Deutschland bereits abgehandelt habe. Habe ich nämlich. Mal sehen, was sie dazu sagt. Vielleicht suche ich mir noch Schützenhilfe von der Journalismusabteilung. Wofür hat man denn seinen akademischen Berater? In jedem Fall ist das jetzt der Schuss in die Leere – auch wieder mit Fragezeichen.

Es bleibt spannend! Aktueller Stand: Zwei Kurse sicher, ein Kurs wahrscheinlich, ein Kurs eher nicht, und drei noch offen.