Welcome to Amerischland: Wurstfest

Wenn man im Ausland ist, muss man ja auf so einiges verzichten, was man von zu Hause gewöhnt ist, zum Beispiel auf lieb gewonnene Menschen und leckeres Essen aus der Heimat. Worauf ich hier in Texas nicht verzichten musste, war das Oktoberfest – oder zumindest sowas ähnliches. Da es hier in der Region viele deutschstämmige Menschen gibt, heißt es einmal im Jahr

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Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Mit meinem Freund Hans habe ich mich also auf den Wewg dorthin gemacht. Das Wurstfest ist hier in der Region um Seguin eine riesige Attraktion und die Leute kommen teilweise viele Meilen gefahren um hier ihre deutschen Wurzeln zu feiern. Im Prinzip ist das so ähnlich wie das Oktoberfest (oder wie ich mir das Oktoberfest vorstelle – war noch nie da) nur viel kleiner. Es gibt Bierzelte, jede Menge Schlagermusik und Bier. Die Musik war sogar live und auf Deutsch, allerdings gesungen von Amerikanern, die kein Deutsch können. Ich selber habe daher nicht erkannt, dass es Deutsch war, aber man hat es mir gesagt. Hier ein Bild von den fröhlichen Musikanten, natürlich in Tracht:

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Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei und musste die Bilder daher mit meinem Handy machen.  Da Hans noch nicht 21 ist konnten wir leider nicht das Bier testen, aber es hätte mich schon interessiert ob für das Wurstfest deutsches Bier importiert wurde. Aber da alleine trinken keinen Spaß macht, hab ich drauf verzichtet. Natürlich gab es auch allerlei zu Essen.  Ich habe mich für eine

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entschieden. Das war eine Bratwurst in einer Brottasche, gekrönt mit Sauerkraut und Senf. Hab ich zwar in Deutschland noch nie gesehen, zumindest nicht in der Kombination, aber es hat lecker geschmeckt. Mein Nachtisch war hingegen sehr Amerikanisch: Fried Oreos.  Es klingt schrecklich, aber es hat wirklich gut geschmeckt. Die Texaner scheinen einfach alles in die Friteuse zu schmeißen, was  es gibt.  DSC00112

Es gab auch jede Menge Souveniers zu kaufen, aber irgendwie hab ich den Verdacht, dass die garnicht echt aus Deutschland waren. Warum nur?

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Ja, das sind unsere deutschen Weisheiten!

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Und ich habe jede Menge nette Menschen kennengelernt. Zum Beispiel diese beiden Almöhis.

Das Wurstfest war auf jeden Fall ein lustiges Erlebnis und ich freue mich schon auf die Weihnachtsversion, die es hier im Dezember geben soll, genannt Christkindel-Markt. Ich hoffe, die verkaufen da Lebkuchen, denn ich habe schon den ganzen Walmart ergebnislos nach Lebkuchen abgesucht. Was ist die Vorweihnachtszweit ohne Lebkuchen? Das mag ich mir garnicht ausmalen.

Aber vor Weihnachten ist ja jetzt erstmal Thanksgiving. Ich habe seit heute Ferien und muss jetzt eine Woche lang nicht in die Uni. Ich bin für Thanksgiving (Donnerstag) bei einer Freundin und ihrer Familie in Austin eingeladen und werde dort, wie es sich gehört, Turkey essen. Nur dieses Mal darf ich ihn nicht selber ausstopfen :( Ansonsten werde ich die Ferien damit verbringen eine Hausarbeit und einen Zeitungsartikel schreiben. Nach den Ferien habe ich dann noch eine Woche Uni und eine Woche Prüfungen und dann ist mein erstes Semester hier auch schon vorbei. Ging irgendwie ganz schön schnell. Aber am meisten freue mich auf die Weihnachtsferien in New York mit Tom, Lukas und Kathi. Wir sehen uns in nur 27 Tagen! :)

Zum Schluss noch einen Gruß an meine

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Eure Annika

4 comments to Welcome to Amerischland: Wurstfest

  • Sabine

    Die spinnen, die Amis. Aber Wurstfest und Christkindl-Markt würde ich mir auch nicht entgehen lassen. Ich hatte gerade einen irren Spaß beim Lesen (und werde meinerseits auch den 1st German-style Christmas Market in Oxford nicht verpassen, da ich mir darunter überhaupt nichts vorstellen kann).
    Und zum Lebkuchen-Problem: Kannst du dir nicht von einem netten Mitmenschen ein Lebkuchen-Carepaket schicken lassen? Unser Covered Market verkauft tatsächlich Bahlsen Lebkuchen, aber leider zu astronomischen Preisen…

  • Johanna

    Man hat dir gesagt, dass das Deutsch ist, was da gesungen wird…? Na dann ist es ja gut ^^
    Aber hey, lieber nicht beschweren, sonst wird man am Ende noch selbst genötigt eine Probe guten alten deutschen Liedguts zum Besten zu geben! ;D

  • Elke

    Hi,
    dass du in Texas an Lebkuchen überhaupt denken kannst!
    Aber hier sind natürlich alle schon wild bei der vor- Weihnachtsfutterei. Ich glaube, ich bin die einzige, die noch keine Plätzchen gemascht hat. Aber dafür haben die anderen gestern Abend Euch zu Ehren gut gespielt – zumindest Toms Grüße haben da wohl was gebracht! Danke dafür!!!! Es war für Karussell-Verhältnisse auch sehr gut besucht, und das Publikum scheint auf Anhieb gewusst zu haben, dass Hemingway nix mit The Sound and the Fury zu tun hat. Wow!
    Denkt nochmal an uns beinm Turkey-Essen. Ich habe übrigens Jessica letzten Freitag getroffen – die sieht schon ziemlich rund aus!
    Gruß, Elke

  • Annika

    Hey, das freut mich dass die Aufführung gut gelaufen ist! Ich hoffe ihr habt gefilmt oder zumindest ein paar Bilder gemacht. Ich bin ganz neidisch auf euch Theatermenschen. Die Theatergruppe hier an der Uni einfach nur “lame”, um es mit meinem neuen Lieblingswort auszudrücken.

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